auf der Suche nach mir selbst

Archiv für August, 2012

Ich hoffe, liebe Placebo, dass du mir nicht böse bist, wenn ich das einfach reblogge.
Gerade kotze ich viel viel zuviel. Und es saugt alle Kraft, noch einen klaren Gedanken zu fassen oder gar in irgendeiner Form zu handeln, aus mir heraus.
Ich mache nicht gar nichts, aber ich nehme all meine normalen Tätigkeiten nur noch so halb wahr, unreal. Real ist für mich fast nur noch die Bulimie, und sie sorgt dafür, dass ich eher wie eine Tote herumrenne als jemand, der tatsächlich im Hier und Jetzt lebt.
Jemand, der selber nicht betroffen ist, kann sich das Ausmaß kaum vorstellen. Ich habe jetzt mit einer Freundin einen Messie-Selbsthilfetag gemacht, wir haben ihr Zimmer und bei mir aufgeräumt, und bei mir fiel sehr viel Müll an. Sie sprach über meine angebliche Tendenz zum Horten, und obwohl sie bescheid weiß, konnte ich mich nicht überwinden, ihr zu sagen, dass ich all den Scheiß in dieser Woche gefressen hatte.
Vielleicht komme ich ja schon bald aus dieser Phase heraus, das ist oft so, plötzlich, durch irgendein Ereignis oder durch die bloße Erkenntnis, dass mein Geld dahinschwindet, oder auch durch Zeitmangel, ist sie vorbei, genauso wie meine krasse Hungerphase von den letzten Wochen nun vorbei ist, aber trotzdem fühlt es sich gerade unendlich an, so als würde nie wieder etwas anderes existieren als der Weg zwischen Supermarkt und Klo.
Diese Unendlichkeit, vielleicht ist sie mein Problem, wenn ich in einem Gefühl feststecke, kann ich mir nicht vorstellen, dass es jemals anders war oder werden wird. Und doch WEIß ich ja, das Leben und meine Stimmungen fließen und verändern sich stetig.

Scheinwelt

25.06.2012, 07:45Uhr

Wieso ich nicht schreibe? Ganz einfach: tote Menschen schreiben nicht!
Ich fühle mich tot.
Ich fühle mich mehr bulimisch, als menschlich. Dementsprechend: tot.

Da gibt es nichts, was zu sagen ist. Nichts was bleibt
Einfach nur kranke Leere, verseuchtes Ich, infizierter Körper.
Keine Heilung.
Diese Krankheit heilt sich nicht selbst. Man braucht den Willen, aber der Wille ist gebrochen.
Wo holt man den letzten Funken Energie raus, den man schon ausgekotzt hat? Wie kriegt man ihn wieder?
Man braucht Energie um zu heilen, aber die Energie ? Weggespült.

So lebt es sich irgenwdie, in den tiefen Abgründen der Bulimie.
Nichts von alldem Glamour, von dem all die ganzen kleinen Mädchen träumen. Da bleibt nichts.

Gebrochene Seele, gebrochenes Mädchen, sterbender Körper.

Wenn ich alleine bin, will ich kotzen.
Wenn ich nichts gegessen habe, will ich kotzen.
Wenn ich gegessen habe, will ich dreifach kotzen.

Manchmal frage ich mich, worum…

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